| Carsharing- die grüne Alternative zum eigenen Wagen |
Juni 7, 2010 | 01:04 pm |
Besucht man eine Großstadt fallen einem immer öfter Parkplätze auf, auf denen Autos stehen, die sich ähneln. Durch Aufkleber sind sie als “Teil-Auto” oder “Stadt-Auto” gekennzeichnet, sie haben ihre eigenen Parkplätze, die sich meist durch ein Plakat als Carsharing-Plätze entpuppen. Immer mehr Deutsche steigen vom eigenen Auto auf Carsharing um.
Wer mobil sein will, aber nicht täglich ein Auto braucht, kann mithilfe des Carsharings eine Menge Geld sparen. Wer am “Autoteilen” teilhaben will, meldet bei einem der zahlreichen Carsharing-Anbieter und muss teilweise eine Anmeldegebühr oder Kaution bezahlen sowie einen Versicherungseitrag entrichten und einen Tarif wählen, der sich aus Zeit- und Kilometerkosten zusammensetzt. Die Tankkosten sind in diesem Tarif größtenteils schon enthalten. Der Kunde kann meist aus vielen verschiedenen Tarifen wählen, für Vielfahrer gibt es oft Vergünstigungen. Hat der Kunde dann einen passenden Tarif gewählt, bekommt er einen Schlüssel oder eine elektronische Karte ausgehändigt, mit dem er Zugang zu den Tresoren erhält, die meist an den Carsharing-Parkplätzen installiert sind und in denen Schlüssel und Papiere für das gewünschte Auto lagern. Daraufhin kann die Fahrt auch schon starten. Kunden müssen die gewünschten Autos lediglich im Voraus buchen. Wer länger fährt als gebucht, muss zuzahlen. Getankt wird nur, wenn der Tank fast leer ist, damit der nächste Carsharer seine Reise ebenfalls antreten kann. Bezahlt wird diese Tankfüllung mit einer Karte, die im Auto liegt.
 DN/ pixelio.de
Carsharing bietet für Menschen, die weniger als 10.000 Kilometer im Jahr fahren und ein Auto nur gelegentlich für kurze Stadtfahrten benötigen, eine günstige Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmittel sowie zum eigenen Wagen. Zudem kann es, in Verbindung mit Rad- und Fußwegen sowie Bus und Straßenbahn, helfen, den CO2-Ausstoß langfristig zu minimieren. Wer ein Auto nicht vor der Tür stehen hat, nutzt es automatisch seltener. Kurze Strecken zum Supermarkt oder zu Freunden werden so schneller mit dem Rad erledigt als wenn das Auto ohnehin vor der Haustür auf den Fahrer wartet. Nur Prestige gibt es beim Carsharing nicht. Die Carsharing-Anbieter setzen auf Funktion und Umweltfreundlichkeit. Wie praktisch!
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| Weltrekord: Elektroauto fährt über 1.000km ohne aufzuladen |
Mai 25, 2010 | 04:54 pm |
Es ist eine Sensation die der Japan Electric Vehicle Club (Japan EV Club) da zusammen mit seinen Partnern erreicht hat. Erstmals hat es ein Fahrzeug geschafft, einzig und allein mit einem batteriebetriebenen Antrieb über 1.000km zurückzulegen.
Was braucht man um einen Weltrekord aufzustellen? Das wird sich wohl auch der Japan EV Club überlegt haben, bevor sie 27 Fahrer 24 Stunden lang auf einer Trainingsstrecke für Rennfahrer geschickt haben. Dieser Aufwand war nötig um vom 22. bis 23. Mai diesen Jahres den Weltrekord für die längste “Elektrofahrt” ohne erneurte Aufladung aufzustellen.
Der Mira EV schaffte es seinen bisherigen Rekord von 555.6km (dies ist Strecke zwischen Tokio und Osaka) ohne Aufladen zu brechen, welcher im November 2009 aufgestellt wurde. Diesmal verbaute man über 8.300 zylinderförmige Lithium-Ion-Akkus im Fahrzeug, der Typ von wiederaufladbarer Batterie der auch in Laptos und Digitalkamers verwendet wird. Die Leistung der Akkus betrug durchschnittlich etwa 50kWh, womit die Durchschnittsgeschwindigkeit des Mira EV circa 40 km/h betrug.
Dieser Rekord zeigt deutlich wie weit unsere Technik schon fortgeschritten ist. Es wäre ein einfaches solche Autos in Masse zu produzieren, könnten sich die Hersteller auf ein einheitliches Format zur Wiederaufladung einigen. Dieses Format müsste dann genormt werden, so dass man auf der ganzen Welt die gleichen Möglichkeiten zum Stromtanken hat. Genügend Ideen gibt es schon, diese reichen von konventionellen “Stromtankstellen” über Solarbetriebene Systeme, bis hin zu stationären “Aufladefeldern” auf dem das Auto abgestellt werden kann und wieder aufgeladen wird.
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| Grünes Licht für den Genfer Autosalon |
März 2, 2010 | 07:51 pm |
Der Trend der letzten Jahre scheint sich auch auf der wichtigsten Auto-Fachmesse der Welt fortzusetzen, dem 80. Genfer Auto Salon. Dies kann man sehr gut an den etwa 60 vorgestellten Modellen mit alternativen Antrieben erkennen. Ein eigener Ausstellungsbereich mit dem Namen “Pavillion Vert” wurde für Konzeptstudien und Testfahrzeuge mit Elektro- und Brennstoffzellenantrieb eingerichtet.
 © O. Fischer / PIXELIO
Mit Klein- und Kompaktwagen versuchen die Produzenten auf die Frage der sinkenden Nachfrage antworten. Und mit Ankündigungen wird auch beim diesjährigen Genfer Autosalon nicht gespart: bei Volkswagen sollen bis zum Jahr 2018 von allen verkauften Fahrzeugen, rund drei Prozent Elektroautos sein. Im Zuge der Elektrooffensive will VW-Chef Martin Winterkorn sein Unternehmen bis 2018 zum größten Autohersteller der Welt etablieren und über zehn Millionen Autos pro Jahr absetzen. Das Jahr 2013 wurde von Winterkorn prompt als “Schlüsseljahr bei den reinen Elektroautos” deklariert, denn da soll mit dem e-up! das erste reine Elektroauto in Serie gehen. Zum Jahresende sollen dann auch der E-Jetta und der erste E-Golf erhältlich sein.
In diesem Jahr werden noch die ersten Geländewagen mit Hybridantrieb, wie zum Beispiel der VW-Touareg und der Audi Q5, auf den deutschen Markt kommen. Porsche plant die Markteinführung des 918 Spyder, ein Hybridfahrzeug mit einem Verbrauch von rund drei Litern auf 100 Kilometern. Es wird schnell klar dass es sich bei vielen Ankündigungen wirklich nur um diese handelt. Denn die Produktion von Elektroautos ist zurzeit noch sehr teuer und es muss sich zeigen in wie weit diese im Automarkt Fuß fassen können.
Grund für neue Konzepte gibt es allemal, denn die kommenden Jahre werden alles andere als leicht werden für die Automobilindustrie. Nach der gigantischen Rückrufaktion Toyotas, muss nun auch US-Autoproduzent General Motors 1,3 Millionen Fahrzeugen der Marken Chevrolet und Pontiac in die nordamerikanischen Werkstätten zurückrufen. Grund seien Probleme mit der Servolenkung. Auch vom deutschen Verband der Automobilindustrie (VDA) kommen alles andere als positive Signale. So zum Beispiel VDA-Präsident Matthias Wissman gegenüber der “Süddeutschen Zeitung”: “Klar ist: 2010 wird ein steiniger Weg. Nach dem Absatzfeuerwerk im Inland durch die Abwrackprämie mit 3,8 Millionen verkauften Fahrzeugen steht ein drastischer Einbruch bevor.”
(via)
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