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Grünes Licht für den Genfer Autosalon März 2, 2010 | 07:51 pm

Der Trend der letzten Jahre scheint sich auch auf der wichtigsten Auto-Fachmesse der Welt fortzusetzen, dem 80. Genfer Auto Salon.  Dies kann man sehr gut an den etwa 60 vorgestellten Modellen mit alternativen Antrieben erkennen. Ein eigener Ausstellungsbereich mit dem Namen “Pavillion Vert” wurde für Konzeptstudien und Testfahrzeuge mit Elektro- und Brennstoffzellenantrieb eingerichtet.

© O. Fischer / PIXELIO

© O. Fischer / PIXELIO

Mit Klein- und Kompaktwagen versuchen die Produzenten auf die Frage der sinkenden Nachfrage antworten. Und mit Ankündigungen wird auch beim diesjährigen Genfer Autosalon nicht gespart: bei Volkswagen sollen bis zum Jahr 2018 von allen verkauften Fahrzeugen, rund drei Prozent Elektroautos sein. Im Zuge der Elektrooffensive will VW-Chef Martin Winterkorn sein Unternehmen bis 2018 zum größten Autohersteller der Welt etablieren und über zehn Millionen Autos pro Jahr absetzen. Das Jahr 2013 wurde von Winterkorn prompt als “Schlüsseljahr bei den reinen Elektroautos” deklariert, denn da soll mit dem e-up! das erste reine Elektroauto in Serie gehen. Zum Jahresende sollen dann auch der E-Jetta und der erste E-Golf erhältlich sein.

In diesem Jahr werden noch die ersten Geländewagen mit Hybridantrieb, wie zum Beispiel der VW-Touareg und der Audi Q5, auf den deutschen Markt kommen. Porsche plant die Markteinführung des 918 Spyder, ein Hybridfahrzeug mit einem Verbrauch von rund drei Litern auf 100 Kilometern. Es wird schnell klar dass es sich bei vielen Ankündigungen wirklich nur um diese handelt. Denn die Produktion von Elektroautos ist zurzeit noch sehr teuer und es muss sich zeigen in wie weit diese im Automarkt Fuß fassen können.

Grund für neue Konzepte gibt es allemal, denn die kommenden Jahre werden alles andere als leicht werden für die Automobilindustrie. Nach der gigantischen Rückrufaktion Toyotas, muss nun auch US-Autoproduzent General Motors 1,3 Millionen Fahrzeugen der Marken Chevrolet und Pontiac in die nordamerikanischen Werkstätten zurückrufen. Grund seien Probleme mit der Servolenkung. Auch vom deutschen Verband der Automobilindustrie (VDA) kommen alles andere als positive Signale. So zum Beispiel VDA-Präsident Matthias Wissman gegenüber der “Süddeutschen Zeitung”: “Klar ist: 2010 wird ein steiniger Weg. Nach dem Absatzfeuerwerk im Inland durch die Abwrackprämie mit 3,8 Millionen verkauften Fahrzeugen steht ein drastischer Einbruch bevor.”

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