Erst als die Tachonadel der 250 näher kommt, hebt sich ällmählich der Fuß vom Gas. Es muss manchmal einfach sein, wenn man sich nach einer harten Woche Arbeit wieder auf den Weg nach Hause macht. Zusammen mit den vertrauten Klängen von AC/DC wird Gas gegeben. Die Bedingungen sind perfekt: wenige Wolken am Himmel und noch weniger Autos auf der Straße. Doch während Dave Evans seinen Text ins Mikro und durch die Boxen brüllt, leuchtet ein kleines Symbol auf dem Amaturenbrett auf: Stau. In etwa 100 Kilometern bildet sich gerade der Feind jedes Autofahrers. Wenige Sekunden später sieht man die Alternativen auf dem Navigationsgerät der deutschen Nobelkarosse. Geschwindigkeit auf 100 km/h drosseln, oder in zwei Abfahrten runter auf die Landstraße. Beim Ersten hat man eine recht große Chance, dass sich der Stau wieder aufgelöst hat, wenn man ihn erreicht, bei der zweiten wird er umfahren. Doch das Navi zeigt noch mehr an: schlechte Straßenverhältnisse auf den Landstraßen, als Wunden des Winters. Also doch lieber den Fuß vom Gas und erstmal rollen lassen.

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Was wie Zukunftsmusik klingt, könnte bald schon Realität werden: Internet auf der Autobahn. Solche, sogenannte Telematik-Systeme, wurden bisher schon oft getestet, aber kaum ausgereizt. Jetz wollen deutsche Forscher mithilfe von Funknetzwerken den Durchbruch schaffen. Einer von ihnen ist Djamshid Tavangarian. Er ist nicht nur Leiter des Lehrstuhls für Rechnerarchitektur an der Universität Rostock, sondern auch von einem, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten, Projekt eine 50 Kilometer lange Versuchsstrecke an Teilen der A19 und A20 zu errichten. Dort wird dann vielleicht schon bald, dank Richtantennen und WLAN Access Points, eine frei verfügbare Verbindung zum Internet ermöglicht.
Bei solch einem Vorhaben gibt es zwei Nutzungsmöglichkeiten: entweder der Aufbau einer Verbindung zwischen einzelnen Autos (”car-to-car”), oder die Kommunikation zwischen einem Auto und einem Leitsystem (”car-to-infrastructure”). Besonders Ersteres klingt interessant, da es zum Beispiel einen (Video-)Chat zwischen zwei Fahrzeugen ermöglichen würde. Doch aufgrund der datenrechtlichen Bedenken hällt Tavangarian dieses Szenario für unrealistisch – zumindest in der nächsten Zeit. Viel spannender ist da die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Leitsystem. Neben der Optimierung von Verkehrsflüssen könnte man auch Unfallmeldungen, oder Angaben zum Straßenzustand abrufen. Dies würde vor allem die Sicherheit auf deutschen Straßen erhöhen.

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Auch wenn wir uns bis zum einem flächendeckenden Internetzugang auf Deutschlands Autobahnen noch gedulden müssen, könnte der Erfolg des Forschungsprojektes eine Art Renaissance der Telematik einleiten – vorausgesetzt die Investoren beißen an. Denn die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und die Nachfrage sicher groß. Wer würde denn nicht gern aus tausenden von Internetradios währed der Fahrt wählen können? Gerade auf dem Gebiet des Entertainments könnte es große Schritte geben. Das Potenzial ist jedenfalls vorhanden, das Geld sicherlich auch, fehlt nurnoch die richtige Technik. Aber vielleicht dauert es ja bis zum Einsatz eben dieser nicht mehr all zu lange.
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