Archive for 2010
Bundesregierung umgeht eigene Öko-Vorgaben September 9, 2010 | 01:31 pm

Eigentlich beabsichtigte die Bundesregierung, in Zukunft strenge Öko-Vorgaben einzuhalten, wenn neue Autos für die Flotte der Bundesregierung angeschafft werden sollten. Die Mehrzahl der Autos allerdings verfehlt das Ziel.

Der Ältestenrat der Bundesregierung hatte beschlossen, dass die Limousinen nicht mehr als 140 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer ausstoßen dürfen, doch genau das halten viele der Fahrzeuge nicht ein – er selbst gesetzte Grenzwert wird nicht eingehalten.

Als Hindernis für die Einführung spritsparender Autos wird meist das Argument des Komfort, der Sicherheit und die Würde des Amtes genannt. Schuld ist die Automatik: rund ein drittel des Fuhrparks sind dem Typ Mercedes E 200 CDI zuzuordnen, die die Grenzwerte nicht einhalten können. Die Bundesregierung wiederum schiebt die Schuld Mercedes in die Schuhe, die nach Bestellung der Flotte die Grenzwerte nach oben geschraubt habe. Mercedes wiederum kontert und bestreitet den Vorwurf, die CO2-Werte nachträglich nach oben korrigiert zu haben.

Ob sich etwas an der Tatsache ändern wird, ist kaum zu erwarten. Einen Minister, der im Smart daher kommt, wird man wohl auch in Zukunft nicht zu sehen bekommen.

Audi verbucht weltweites Umsatzplus September 9, 2010 | 01:19 pm

©  Rolf Krekeler / PIXELIO

© Rolf Krekeler / PIXELIO

Der Automobilhersteller Audi hat allen Grund zur Freude: weltweit verzeichnet er ein deutliches Absatzplus im August dieses Jahres. Allein im Sommermonat August lieferte die Ingolstädter 80.300 Fahrzeuge aus und übertrafen damit das Ergebnis des Vorjahresmonats um satte 21,1 Prozent. Was für den weltweiten Markt gilt, trifft auch auf Deutschland zu. Mit 15.394 ausgelieferten Neuwagen verzeichnet Audi ein Plus von 9,2 Prozent. In China schafften der Hersteller sogar ein Plus von 67,5 Prozent und auch in den USA kletterten die Absatzzahlen um 14 Prozentpunkte auf 9.182 Neuverkäufe.

Boom bei der LKW-Industrie September 9, 2010 | 01:10 pm

© Wolfgang Tomassovich / PIXELIO

© Wolfgang Tomassovich / PIXELIO

Im Bereich der LKW-Industrie ist in Zukunft ein profitabler Wachstum zu erwarten. Grund dafür ist eine verstärkte Nachfrage durch die Schwellenländer sowie die sich langsam erholende Weltwirtschaft. “Nach ihrer schweren Krise hat die Nutzfahrzeugindustrie die Talsohle durchschritten und kann bis 2015 einen Jahresgewinn von bis zu sieben Milliarden Euro erreichen”, so ein Sprecher der Unternehmensberatung McKinsey.

Zusätzlich zwingen verschärfte Emissionsnormen die Hersteller zu neuen Investitionen und Plattform-Kooperationen. Folglich ist in naher Zukunft ein Boom bei der LKW-Industrie zu erwarten.

Saab bringt neue Motorenpalette auf den Markt September 9, 2010 | 12:53 pm

Zum Modelljahreswechsel beabsichtigt der Hersteller Saab, die Motoren komplett zu überarbeiten. Bei den Modellen Saab 9-3 Limousine, Kombi und Cabrio werden die bisher angebotenen Single-Turbomotoren mit 120 PS und 110 kW/150 PS durch zwei 1,9-Liter-Diesel mit zweistufigem Turbolader und 130 PS beziehungsweise 160 PS ersetzt. Trotz größerer Leistung sollen die Motoren spritsparender sein als ihre Vorgänger.

Möglich wird das unter anderem durch energiesparende Leichtlaufreifen, eine aerodynamische Überarbeitung der Karosserie sowie eine verlängerte Getriebeübersetzung.

Saabs Flaggschiff, der Saab 9-5 wird mit einem Dieselmotor und Allradantrieb ausgestattet. Der 2.0-Liter Motor leistet 190 PS und kommt nach Herstellerangaben mit nur 6 Liter auf 100 Kilometern aus. Zusätzlich ist ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit 180 PS Leistung und 7,8 Litern Verbrauch erhältlich.

Was die neuen Modelle kosten werden, ist noch unbekannt.

Umweltpreis „Öko-Globe“ verliehen September 8, 2010 | 01:31 pm

Vergangene Woche wurde der Umweltpreis Öko-Globe an insgesamt sieben Hersteller verliehen – nur drei davon gingen an deutsche Automobilhersteller. Jury-Chef Ferdinand Dudenhöffer warnte davor, dass die deutschen Hersteller den Trend verschlafen könnten und den Anschluss verpassen.

Der Hersteller Mercedes Benz erhielt eine Auszeichnung für ein Brennstoffzellenauto auf Basis der B-Klasse, Ford wurde ausgezeichnet für eine verbrauchsoptimierte Version des Kleinwagens Fiesta und VW erhielt eine Auszeichnung für seine Öko-Beratungstätigkeit gegenüber Fahrzeugflottenbetreibern. Die restlichen Auszeichnungen gingen an Nissan für das E-Auto Leaf, an Mitsubishi und Peugeot für ihre Baugleichen E-Autos iMiEV sowie an Fiat für einen Zweizylindermotor.

Aber nicht nur Automobilhersteller, auch Zulieferer und Dienstleister wurden ausgezeichnet. So erhielt die Hamburger S-Bahn für ihre CO2-freie Stromversorgung eine Prämie und eine Auszeichnung ging an die Wasserstofftankstellen-Infrastruktur von Linde.

Recht: schnurloses Telefon kein Handy September 8, 2010 | 01:17 pm

© Christoph Droste / PIXELIO

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Das OLG Köln urteilte: Ein schnurloses Telefon ist kein Handy und fällt nicht unter das Handyverbot am Steuer. In einem konkreten Fall hatte ein Autofahrer in Köln ein „Piepsen“ in seiner Jackentasche bemerkt. Als er hineingriff stellte er fest, dass es sich um das versehentlich eingesteckte Schnurlos-Telefon aus einem Haus handelte. Ein Polizist der ihn dabei beobachtete, stellte ihm ein Bußgeld wegen des Verstoßes gegen das Handyverbot aus.

Das Gericht urteilte folgendermaßen: Ein Schnurlos-Telefon sein kein Handy, da es im Auto nicht funktionieren würde und daher nicht als Handy gelten könne. Das Handyverbot diene ausschließlich dazu, das längere Telefonieren im Auto zu verhindern, da auf diese Weise das Ablenkungspotential verringert wird.

Vorsicht Wildwechsel! September 8, 2010 | 01:07 pm

© Thorben Wengert / PIXELIO

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Der Sommer nähert sich seinem Ende und damit werden die Tage wieder kürzer. Gerade im Herbst werden die frühen Morgenstunden und die abendliche Zeit der Dämmerung zur gefährlichen Unfallzeit, denn Wildwechsel stellt eine Gefahr im Straßenverkehr dar. So ereigneten sich im Vergangenen Jahr ganze 2600 Wildunfälle mit Personenschaden.

Daher ist es Ratsam in der Herbstzeit bei Nebel und Dämmerung den Fuß vom Gas zu nehmen, um Unfällen präventiv vorzubeugen. Wildwechsel-Warnschildern ist daher unbedingt Folge zu leisten. Befindet sich ein Tier auf der Fahrbahn hilft es meist, durch Aufblenden und Hupen das Tier zu verscheuchen. Der Zusammenstoß mit einem Reh kann fatale Konsequenzen haben, schließlich entwickelt das Tier bei einem Zusammenstoß mit Tempo 50 das Aufprallgewicht von rund einer halben Tonne. Ist ein Zusammenstoß nicht mehr vermeidbar, darf auf keinen Fall ausgewichen werden. Nach dem Zusammenstoß muss die Unfallstelle gesichert werden und umgehend Forstamt oder Polizei informiert werden. Auf keinen Fall darf das Tier mit nach Hause genommen werden, es droht eine Anzeige wegen Wilderrei.

ADAC: 5000 Fehlbetankungen pro Jahr September 8, 2010 | 12:54 pm

Jedes Jahr müssen die gelben Engel durchschnittlich 5000 mal ausrücken, um falsch getanktes Benzin aus dem Tank zu entfernen. Oft sind sie Retter in letzter Sekunde, denn gelangt der falsch getankte Sprit erstmal in den Motor, sind meist kostenintensive Motorschäden das Resultat.

© Rainer Sturm / PIXELIO

© Rainer Sturm / PIXELIO

Ursache für die Fehlbetankung ist meist Verwirrung und Unsicherheit im Umgang mit den vielen Spritsorten. Dazu kommen noch die knallig bunten Werbeaufkleber, so dass schnell Verwirrung darüber entsteht, welche Säule was verzapft. Ist der Fahrer zusätzlich noch im Stress, wird schnell die Falsche Säule gewählt, es landet Diesel statt Benzin im Tank.

Dabei könnte das Problem leicht gelöst werden: würde die Diesel-Zapfpistole nicht in einen Benzintank passen und umgekehrt, könnte eine Falschbetankung ausgeschlossen werden. So haben bereits einige Hersteller reagiert und einen Schutzmechanismus eingebaut. Hierzu gehören Hersteller wie BMW, Jaguar und Ford.

Ist es doch passiert und hat versehentlich den falschen Kraftstoff eingefüllt hat, darf der Motor unter keinen Umständen gestartet werden. Dann genügt es, den Diesel oder das Benzin aus dem Tank zu saugen. Ist der Motor allerdings gestartet worden, müssen alle Leitungen gereinigt und etwaige Schäden behoben werden.

China: Rekordverkäufe für Audi September 7, 2010 | 01:51 pm

Der größte Auslandsmarkt für den Automobilhersteller Audi ist China. Ließt man die aktuellen Marktzahlen, darf sich der Konzern freuen. Mit 22.358 Neuverkäufen im August konnte Audi seinen Absatz um satte 67,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat steigern.

So haben sich die Investitionen in den Chinesischen Markt gelohnt, schließlich investierte Audi ganze 100 Millionen Euro, um die Servicequalität zu verbessern. Das Ergebnis zeigt sich so nicht nur in den Absatzzahlen. Auch in Puncto Kundenzufriedenheit liegt der deutsche Konzern ganz weit vorne. Das nächste Ziel ist es, bis 2012 300.000 Autos in China unters Volk zu bringen. Eine hohe Kundenzufriedenheit sei hierfür die Ausgangsbasis.

Für den sogenannten „Sales Satisfaction Index“ (SSI) befragte das Marktforschungsinstitut J.D. Power Neuwagenkäufer in ganz China – Audi erreichte dabei Platz eins unter allen Automarken in China. Die besten Voraussetzungen also, um dem geplanten Ziel von 300.000 Neuverkäufen nachzukommen.

Unfallstatistik: Fahrbahnerneuerungen wirken Wunder September 7, 2010 | 10:36 am

Wie aus der Unfallstatistik des hessischen Verkehrsministeriums hervor geht, haben Fahrbahnerneuerungen einen signifikanten Einfluss auf die Zahl der Unfälle. Durch die Erneuerung des Fahrbahnbelags wird die Verkehrssicherheit deutlich erhöht. Die Unfallstatistik offenbart, dass sich durch Baumaßnahmen die Zahl der Unfallschwerpunkte in Hessen von immerhin 137 auf nur noch 48 verringern konnte.

“Insbesondere griffigere Straßenbeläge haben sich zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten bewährt“, erklärte der hessische Verkehrsminister. So habe zum Beispiel die Erneuerung des Fahrbahnbelags an einer Auffahrt an de A5 bei Frankfurt die Unfälle von durchschnittlich 41 pro Quartal auf nur noch 13 reduziert. Gleiches lässt sich auch an anderen Schwerpunkten beobachten.

Es zeigt sich also, dass Fahrbahnerneuerungen tatsächlich kleine Wunder bewirken können.