Eigentlich beabsichtigte die Bundesregierung, in Zukunft strenge Öko-Vorgaben einzuhalten, wenn neue Autos für die Flotte der Bundesregierung angeschafft werden sollten. Die Mehrzahl der Autos allerdings verfehlt das Ziel.
Der Ältestenrat der Bundesregierung hatte beschlossen, dass die Limousinen nicht mehr als 140 Gramm CO2 pro gefahrenen Kilometer ausstoßen dürfen, doch genau das halten viele der Fahrzeuge nicht ein – er selbst gesetzte Grenzwert wird nicht eingehalten.
Als Hindernis für die Einführung spritsparender Autos wird meist das Argument des Komfort, der Sicherheit und die Würde des Amtes genannt. Schuld ist die Automatik: rund ein drittel des Fuhrparks sind dem Typ Mercedes E 200 CDI zuzuordnen, die die Grenzwerte nicht einhalten können. Die Bundesregierung wiederum schiebt die Schuld Mercedes in die Schuhe, die nach Bestellung der Flotte die Grenzwerte nach oben geschraubt habe. Mercedes wiederum kontert und bestreitet den Vorwurf, die CO2-Werte nachträglich nach oben korrigiert zu haben.
Ob sich etwas an der Tatsache ändern wird, ist kaum zu erwarten. Einen Minister, der im Smart daher kommt, wird man wohl auch in Zukunft nicht zu sehen bekommen.




